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<title>Handfeuerwaffe</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Handfeuerwaffe</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Handfeuerwaffe</b> ist ein Begriff zur <a href="Klassifikation#Typologie" title="Klassifikation">Typologie</a> von <a href="Waffe" title="Waffe">Waffen</a>. Die Bezeichnung steht für eine von einer einzelnen Person tragbare und ohne weitere Personen oder zusätzliche Hilfsmittel, wie z. B. <a href="Lafette" title="Lafette">Lafetten</a>, einsetzbare <a href="Feuerwaffe" title="Feuerwaffe">Feuerwaffe</a> mit einem allgemein unter 20 mm liegenden <a href="Kaliber" title="Kaliber">Kaliber</a>.
</p><p>Im Bereich der <a href="Legaldefinition" title="Legaldefinition">Legaldefinitionen</a> sind unterschiedliche Einteilungen für <a href="Kleinwaffe" title="Kleinwaffe">Kleinwaffen</a> bekannt. In der <a href="Waffengesetz_(Deutschland)" title="Waffengesetz (Deutschland)">deutschen Gesetzgebung</a> unterscheidet man <a href="Langwaffe" title="Langwaffe">Langwaffen</a> (mit Lauf und geschlossenem Verschluss länger als 30 cm und kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge größer als 60 cm) und <a href="Kurzwaffe" title="Kurzwaffe">Kurzwaffen</a> (alle anderen; auch als Faustfeuerwaffen bezeichnet).<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Klassifizierung">Klassifizierung</h2></div>
<p>Die Unterscheidung wird vorgenommen:
</p>
<ul><li><i>Nach der Handhabung</i> mit
<ul><li>zwei Händen in <a href="Gewehr" title="Gewehr">Gewehre</a> wie <a href="B%C3%BCchse" title="Büchse">Büchse</a> oder <a href="Flinte" title="Flinte">Flinte</a> oder</li>
<li>einer Hand (<i>Faustfeuerwaffen)</i> wie <a href="Pistole" title="Pistole">Pistole</a> oder <a href="Revolver" title="Revolver">Revolver</a></li></ul></li>
<li><i>Nach der Machart des <a href="Lauf_(Schusswaffe)" title="Lauf (Schusswaffe)">Laufes</a></i> oder der daraus zu verschießenden Munitionssorte in <a href="B%C3%BCchse" title="Büchse">Büchse</a> mit gezogenem Lauf und <a href="Flinte" title="Flinte">Flinte</a> mit glattem Lauf.</li>
<li><i>Nach Länge und <a href="Kaliber" title="Kaliber">Kaliber</a></i> oder Zündmechanismus in <a href="Arkebuse" title="Arkebuse">Arkebuse</a>, <a href="Muskete" title="Muskete">Muskete</a>, <a href="Gewehr" title="Gewehr">Gewehr</a>, <a href="Karabiner" title="Karabiner">Karabiner</a> und <a href="Pistole" title="Pistole">Pistole</a>.</li>
<li><i>Nach der Form des Nachladens in <a href="Einzellader" class="mw-redirect" title="Einzellader">Einzellader</a>, <a href="Repetierer" class="mw-redirect" title="Repetierer">Repetierer</a> und <a href="Selbstladewaffe" title="Selbstladewaffe">Selbstladewaffe</a>,</i> wobei es bei den einzelnen Formen verschiedene Techniken gibt.</li>
<li>Spezielle Formen mit der Möglichkeit zum <a href="Dauerfeuer" title="Dauerfeuer">Dauerfeuer</a> sind nach <a href="Kaliber" title="Kaliber">Kaliber</a> bzw. der Art der verschossenen <a href="Munition" title="Munition">Munition</a> eingeteilt in <a href="Maschinenpistole" title="Maschinenpistole">Maschinenpistole</a>, <a href="Maschinenkarabiner" title="Maschinenkarabiner">Maschinenkarabiner</a> (auch als <a href="Sturmgewehr" title="Sturmgewehr">Sturmgewehr</a> bezeichnet) und <a href="Maschinengewehr" title="Maschinengewehr">Maschinengewehr</a> (wobei dieses grundsätzlich von einem Zweibein oder einer Lafette geschossen wird).</li>
<li><i>Nach der Art der Treibladung in <a href="Schwarzpulver" title="Schwarzpulver">Schwarzpulverwaffen</a> und solchen mit modernen <a href="Rauchschwache_Pulver" title="Rauchschwache Pulver">rauchschwachen Pulvern</a> sowie <a href="Windb%C3%BCchse" title="Windbüchse">Windbüchsen</a></i></li>
<li><i>Nach der Art, wie die Waffe geladen wird</i> in <a href="Vorderlader" title="Vorderlader">Vorder-</a> und <a href="Hinterlader" title="Hinterlader">Hinterlader</a> mit <a href="Patrone_(Munition)" title="Patrone (Munition)">Patronen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Feuerwaffen">Feuerwaffen</h2></div>
<p>Die ältesten Feuerwaffen waren sehr klein und noch nicht richtig in Handfeuerwaffen und Geschütze aufzugliedern. Partington<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wies 1960 nach, dass der angebliche Ersteinsatz von Feuerwaffen 1325 vor Metz eine Fälschung darstellt. Die erste Darstellung einer Feuerwaffe (Kanone) durch <i>Walter de Milemete</i> datiert auf 1326. Dagegen beweist die <a href="Friaul" title="Friaul">Friauler</a> Chronik, dass 1331 erstmals deutsche Ritter bei der erfolglosen Bestürmung der norditalienischen Stadt <a href="Cividale_del_Friuli" title="Cividale del Friuli">Cividale del Friuli</a> solche Waffen einsetzten, wobei hier bemerkenswerterweise schon zwischen Handrohr und Geschütz unterschieden wurde. Die Rohre wurden aus Bronze gegossen; bei den Geschützrohren teils sogar geschmiedet. Anfangs wurden Steine und verdämmte Pfeile, um 1340 auch schon Bleikugeln verschossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Erste_Handfeuerwaffen">Erste Handfeuerwaffen</h2></div>
<p>Die älteste bekannte Feuerwaffe ist die <a href="Heilongjiang-B%C3%BCchse" title="Heilongjiang-Büchse">Heilongjiang-Büchse</a> aus China, eine Handfeuerwaffe, die spätestens vor 1290 angefertigt wurde. Die ersten Handfeuerwaffen (<a href="Handrohr" title="Handrohr">Handrohr</a> bzw. <a href="Handrohr" title="Handrohr">Handbüchse</a>) waren <a href="Vorderlader" title="Vorderlader">Vorderlader</a>. Die um 1350<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zuerst in Europa gebauten Handfeuerwaffen wurden in Analogie zu den Geschützen durch das Zündloch direkt mit einer glimmenden Lunte gezündet. Die Entwicklung der Handfeuerwaffen machte mit der Erfindung des <a href="Luntenschloss" title="Luntenschloss">Luntenschlosses</a> (1411) einen ersten Fortschritt. Die Lunte glimmt nach dem Anzünden. Mittels eines Schnappmechanismus wird beim Betätigen des Abzuges die glimmende Lunte an das Schießpulver gedrückt und führt zur Zündung. Damit ist der Schütze nicht mit dem Zünden, sondern nur mit dem Zielen befasst. Die folgende Einführung des <a href="Visier_(Waffe)" title="Visier (Waffe)">Visiers</a>, von Kimme und Korn sowie der gezogenen Läufe um 1493 verbesserten die Zielgenauigkeit enorm. Da die gezogenen Läufe jedoch erhebliche Nachteile bei dem Ladevorgang hatten, war noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Glattrohr-<a href="Muskete" title="Muskete">Muskete</a> das Standardgewehr. Ab 1517 wurde das relativ komplizierte <a href="Radschloss" title="Radschloss">Radschloss</a> für Luxuswaffen verwendet, das den Vorteil hatte auf die brennende Lunte verzichten zu können.
</p><p>Bei der Schlacht von Cerignola (1503) bestimmte erstmals der Einsatz von Handfeuerwaffen den Gefechtsverlauf. Als <a href="Hern%C3%A1n_Cort%C3%A9s" title="Hernán Cortés">Cortés</a> 1519 aufbrach, das Reich der <a href="Azteken" title="Azteken">Azteken</a> zu erobern, besaßen seine 508 Soldaten neben Bronzegeschützen auch 13 <a href="Arkebuse" title="Arkebuse">Arkebusen</a>.
</p><p>Die <a href="Steinschloss" title="Steinschloss">Steinschlosswaffen</a> ersetzten ab 1650 die Luntenschlossmechanik, indem ein Feuerstein den Zünd-Funken schlug. Beim <a href="Perkussionsschloss" title="Perkussionsschloss">Perkussionsschloss</a>, 1807 erfunden, wird <a href="Knallpulver" title="Knallpulver">Knallpulver</a> zum Zünden verwendet. Seit 1831 trat das Knallquecksilber allgemein als Zündmittel in Erscheinung, das, in Kupferzündhütchen in wenigen Milligramm eingebaut, durch seine Schlagempfindlichkeit eine Stichflamme auf das Pulver übertragen konnte. Damit war die Konstruktion der <a href="Patrone_(Munition)" title="Patrone (Munition)">Einheitspatrone</a> möglich, die aus einer im Boden mit Zündhütchen versehenen Kupfer- oder Messinghülse, dem Pulverinhalt und dem aufgesetzten Geschoss bestand. Damit war die Konstruktion der <a href="Hinterlader" title="Hinterlader">Hinterlader</a> möglich geworden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Moderne_Handfeuerwaffen">Moderne Handfeuerwaffen</h2></div>
<p>Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das treffsichere <a href="Mini%C3%A9-Geschoss" title="Minié-Geschoss">Minié-Geschoss</a> eingeführt. Ab 1848 erhielt die <a href="Preu%C3%9Fische_Armee" title="Preußische Armee">preußische Armee</a> das <a href="Z%C3%BCndnadelgewehr" class="mw-redirect" title="Zündnadelgewehr">Zündnadelgewehr</a>, was sich als technischer Vorsprung insbesondere im <a href="Deutscher_Krieg" title="Deutscher Krieg">Krieg von 1866</a> auswirken sollte. Spätere Entwicklungen führten in den USA zu den Repetiergewehren (Spencer, <a href="Henry-Rifle" class="mw-redirect" title="Henry-Rifle">Henry</a>, <a href="Winchester_(Gewehr)" title="Winchester (Gewehr)">Winchester</a>). Schaftmagazin-Gewehre wurden von <a href="Mauser_(Waffenhersteller)" title="Mauser (Waffenhersteller)">Mauser</a> und <a href="Ferdinand_Mannlicher" title="Ferdinand Mannlicher">Mannlicher</a> eingeführt. Der Ersatz des <a href="Schwarzpulver" title="Schwarzpulver">Schwarzpulvers</a> durch die neuen, energiereicheren <a href="Rauchschwache_Pulver" title="Rauchschwache Pulver">rauchschwachen Pulver</a> ab 1890 ermöglichte höhere Schussweiten und machte den allgemeinen Einsatz der neuen Maschinengewehre durch die geringe Rauchentwicklung erst möglich.
</p><p><a href="Automatische_Schusswaffe" title="Automatische Schusswaffe">Selbstladegewehre</a> kamen bereits im <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> zum Einsatz. Der vollautomatische <a href="Gasdrucklader" title="Gasdrucklader">Gasdrucklader</a> kam mit dem deutschen <a href="Maschinenkarabiner" title="Maschinenkarabiner">Maschinenkarabiner</a> als <a href="Sturmgewehr_44" title="Sturmgewehr 44">Sturmgewehr 44</a> (1943) zum Einsatz. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist das sowjetische Sturmgewehr <a href="Kalaschnikow" title="Kalaschnikow">AK-47</a> (1947 von <a href="Michail_Timofejewitsch_Kalaschnikow" title="Michail Timofejewitsch Kalaschnikow">Kalaschnikow Konstruktionsbüro</a> entwickelt), das bis heute über 70 Millionen Mal hergestellt wurde. Der amerikanische Vertreter dieser Gattung ist das bereits im <a href="Vietnamkrieg" title="Vietnamkrieg">Vietnamkrieg</a> verwendete <a href="M16_(Gewehr)" title="M16 (Gewehr)">M16</a>. Der weltweit verbreitete deutsche Vertreter dieser Gattung ist das <a href="HK_G3" title="HK G3">HK G3</a>, ein <a href="R%C3%BCcksto%C3%9Flader" title="Rückstoßlader">Rückstoßlader</a> mit <a href="Rollenverschluss" title="Rollenverschluss">Rollenverschluss</a>.
</p><p>Erste <a href="Maschinengewehr" title="Maschinengewehr">Maschinengewehre</a>, damals noch auf <a href="Lafette" title="Lafette">Lafette</a>, wurden von <a href="Gatling-Kanone" class="mw-redirect" title="Gatling-Kanone">Gatling</a> (1860, handbetrieben) und <a href="Maxim-Maschinengewehr" title="Maxim-Maschinengewehr">Maxim</a> (1884, rückstoßbetrieben) eingeführt. Der erste Großeinsatz von Maschinengewehren erfolgte im Ersten Weltkrieg. Maschinengewehre können ihrer Verwendung nach nur bedingt zu den Handfeuerwaffen gezählt werden – ihr Gewicht und die starke Rückstoßwirkung schließen den Einsatz als Handwaffe in der Regel aus. Oft wurden auch zwei Soldaten zur Bedienung eines MGs eingesetzt.
</p><p>Die <a href="Pistole" title="Pistole">Pistole</a>, auch als Faustfeuerwaffe bezeichnet, wurde ursprünglich als Schusswaffe für Reiter entwickelt, erste, meist einschüssige Modelle tauchten um 1510 auf. Der Zwischenschritt einer mehrladigen Faustfeuerwaffe war der <a href="Revolver" title="Revolver">Revolver</a>, der als Magazin eine sich drehende Trommel aufweist. <a href="Selbstladepistole" class="mw-redirect" title="Selbstladepistole">Selbstladepistolen</a> mit einem Magazin für Patronenmunition erschienen ab 1893. Bekannte Modelle sind die <a href="Pistole_08" class="mw-redirect" title="Pistole 08">Pistole 08</a> und die Waffen von <a href="Glock_(Waffenhersteller)" title="Glock (Waffenhersteller)">Glock</a>, <a href="Carl_Walther_GmbH" title="Carl Walther GmbH">Carl Walther GmbH</a>, <a href="Colt_(Hersteller)" class="mw-redirect" title="Colt (Hersteller)">Colt</a>, <a href="John_Moses_Browning" title="John Moses Browning">Browning</a> und <a href="Beretta" title="Beretta">Beretta</a> sowie die von <a href="Heckler_%26_Koch" title="Heckler & Koch">Heckler & Koch</a>, sowie die <a href="Desert_Eagle" title="Desert Eagle">Desert Eagle</a> von <a href="Israel_Military_Industries" class="mw-redirect" title="Israel Military Industries">Israel Military Industries</a>.
</p><p>Eine Unterart der Pistolen ist der Revolver. Beim Revolver wird durch eine drehbare Trommel die Patrone dem Lauf vorgeschoben. Bei den Revolvern bestimmte der <a href="Lefaucheux-Stiftfeuerrevolver" title="Lefaucheux-Stiftfeuerrevolver">Lefaucheux-Stiftfeuerrevolver</a> (1845) sowie als <a href="Perkussionsrevolver" title="Perkussionsrevolver">Perkussionsrevolver</a> der <a href="Colt_Paterson_Revolver" title="Colt Paterson Revolver">Colt Paterson Revolver</a> ab 1836, der Colt Walker Mod. 1847 und als Patronenrevolver der <a href="Colt_Single_Action_Army" title="Colt Single Action Army">Colt Single Action Army</a> („Peacemaker“, 1873) im Kaliber 45 (11,4 mm) die Entwicklung.
</p><p>Die erste <a href="Maschinenpistole" title="Maschinenpistole">Maschinenpistole</a> wurde 1915 vom Italiener Revelli entwickelt (<a href="Villar-Perosa_M1915" title="Villar-Perosa M1915">Villar-Perosa M1915</a>), die erste feldfunktionsfähige war die deutsche Bergmann <a href="MP18" title="MP18">MP18</a> des Suhler Konstrukteurs <a href="Hugo_Schmeisser" title="Hugo Schmeisser">Hugo Schmeisser</a>. Amerikanische Maschinenpistolen erlangten Berühmtheit durch <a href="Al_Capone" title="Al Capone">Al Capone</a> mit dem Modell <a href="Thompson_(Maschinenpistole)" title="Thompson (Maschinenpistole)">1928</a>. Die heute verbreitetsten Maschinenpistolen sind die israelische <a href="Uzi" title="Uzi">Uzi</a> und die deutsche <a href="MP5" class="mw-redirect" title="MP5">MP5</a> von <a href="Heckler_%26_Koch" title="Heckler & Koch">Heckler & Koch</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Waffenteile_–_Anbauteile"><span id="Waffenteile_.E2.80.93_Anbauteile"></span>Waffenteile – Anbauteile</h2></div>
<p><i>Waffenteile</i> sind alle Teile einer Waffe, die wesentlich für die Funktion der Waffe sind, um eine Patrone abzufeuern; dazu gehören auch u. a. <a href="Wechselsystem_(Waffe)" title="Wechselsystem (Waffe)">Wechselsysteme</a> und Einsteckläufe. Der Erwerb von sogenannten wesentlichen Waffenteilen ist in Deutschland nach heutigem Recht erlaubnispflichtig.
</p><p><i>Anbauteile</i> dienen bei Sportpistolen häufig zur Verbesserung der Trefferergebnisse. Gummiüberzüge der Griffe verbessern die Führung der Waffe. Zusatzgewichte vermindern durch die höhere Masse der Pistole das <a href="Hochschlag" title="Hochschlag">Hochschlagen</a> der Waffe durch den Rückstoß. Durch einen <a href="Magazintrichter" title="Magazintrichter">Magazintrichter</a> kann das Magazin schneller gewechselt werden.
</p><p>Primär für Langwaffen kann als Anbauteil ein <a href="Zielfernrohr" title="Zielfernrohr">Zielfernrohr</a> durch eine Brückenmontage oder ein Reflexvisier montiert werden, mit dem ein einfacheres und exakteres Zielerfassen möglich ist. Durch eine untenliegende <a href="Picatinny-Schiene" title="Picatinny-Schiene">Picatinny-Schiene</a> kann ein Laserlichtmodul wie ein <a href="LLM01" title="LLM01">LLM01</a> sowohl an Lang- als auch an Kurzwaffen montiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Heinrich_M%C3%BCller_(Waffenhistoriker)" title="Heinrich Müller (Waffenhistoriker)">Heinrich Müller</a>: <i>Gewehre, Pistolen, Revolver.</i> Stuttgart 1979.</li>
<li>Erwin Schalkhausser: <i>Handfeuerwaffen. Jagdgewehre, Scheibenbüchsen, Pistolen</i> (= <i>Kataloge des Bayerischen Nationalmuseums</i>, Band 19). Deutscher Kunstverlag, München u. a. 1988, ISBN 3-422-06025-1.</li>
<li>M. Thierbach: <i>Die geschichtliche Entwicklung der Handfeuerwaffen.</i> Dresden 1885.</li>
<li><a href="Arnold_Wirtgen" title="Arnold Wirtgen">Arnold Wirtgen</a>: <i>Handfeuerwaffen und preussische Heeresreform 1807 bis 1813</i> (= <i>Wehrtechnik und wissenschaftliche Waffenkunde</i>, Band 3). Mittler, Herford u. a. 1988, ISBN 3-8132-0292-5.</li>
<li>Arnold Wirtgen: <i>Die preußischen Handfeuerwaffen. Modelle, Manufakturen, Gewehrfabriken 1814 bis 1856. Steinschloß- und Perkussionswaffen</i> (= <i>Wehrtechnik und wissenschaftliche Waffenkunde</i>, Band 16). Bernard & Graefe, Bonn 2004, ISBN 3-7637-6250-7.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="SALW" class="mw-redirect" title="SALW">SALW</a></li>
<li><a href="Liste_der_Handfeuerwaffen" title="Liste der Handfeuerwaffen">Liste der Handfeuerwaffen</a></li>
<li><a href="Liste_von_Handfeuerwaffen-Munitionsarten" title="Liste von Handfeuerwaffen-Munitionsarten">Liste von Handfeuerwaffen-Munitionsarten</a></li>
<li><a href="Kleinwaffe" title="Kleinwaffe">Kleinwaffe</a></li>
<li><a href="Liste_von_Pistolen" title="Liste von Pistolen">Liste von Pistolen</a></li>
<li><a href="Liste_von_Revolvern" title="Liste von Revolvern">Liste von Revolvern</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Handfeuerwaffe" class="extiw external" title="wikt:Handfeuerwaffe">Wiktionary: Handfeuerwaffe</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Gesetz,_betreffend_die_Pr%C3%BCfung_der_L%C3%A4ufe_und_Verschl%C3%BCsse_der_Handfeuerwaffen" class="extiw external" title="s:Gesetz, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen">Wikisource: Gesetz, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen (Deutsches Reich, 1891)</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Bekanntmachung,_betreffend_die_Ausf%C3%BChrung_des_Gesetzes_%C3%BCber_die_Pr%C3%BCfung_der_L%C3%A4ufe_und_Verschl%C3%BCsse_der_Handfeuerwaffen" class="extiw external" title="s:Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Gesetzes über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen">Wikisource: Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Gesetzes über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen (Deutsches Reich, 1892)</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4123335-9">Literatur von und über Handfeuerwaffe</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://wiki.waffen-online.de/index.php/Hauptseite">WaffenWiki</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.smallarmssurvey.org/">Small Arms Survey</a> – ein unabhängiges und internationales Forschungsprojekt des <a rel="nofollow" class="external text" href="http://graduateinstitute.ch/">Graduate Institute of International and Development Studies</a> zu unterschiedlichsten Aspekten von Handfeuerwaffen</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"> <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=WaffG&a=Anlage+1">Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Nr. 2.5.</a><span style="display:none"></span></span> zu <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__1.html">§ 1</a></span> Abs. 4 <a href="Waffengesetz_(Deutschland)" title="Waffengesetz (Deutschland)">WaffG</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">J. R. Partington: <i>A History of Greek Fire and Gunpowder.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Nicolai_Guleke" title="Nicolai Guleke">Nicolai Guleke</a>: <i>Kriegschirurgie und Kriegschirurgen im Wandel der Zeiten. Vortrag gehalten am 19. Juni 1944 vor den Studierenden der Medizin an der Universität Jena.</i> Gustav Fischer, Jena 1945, S. 8.</span>
</li>
</ol>
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